Wie unser Haus zu seinem Namen kam.

Es geschah an einem dieser  schönen  Sommertage,  für die unser Landstrich weit über seine Grenzen hinaus  bekannt ist. Man schrieb das Jahr 1839.
In das beschauliche Dorfleben platzte die Ankunft zweier prächtiger Kutschen, welche aus dem Höllenthale  kommend, am Kirchenplatz  vorfuhren.
Die Herrschaften bestellten ein Mittagsmahl und sogleich stellte sich rege Betriebsamkeit in der Schenke  ein. Diese allgemeine Geschäftigkeit  nutzte ein Knabe aus den Reihen der Neuankömmlinge und erkundete mit kindlicher Neugier das Anwesen.

Dem  ohnehin als sehr angriffslustig bekannten Gänserich missfiel dies so sehr, dass er unverzüglich über den Eindringling herfiel. Tapfer ergriff dieser zu seiner Verteidigung einen Stock und alsbald fiel der Angreifer benommen zu Boden.

Die beherzte und überaus wuchtige Köchin hatte dies beobachtet und war drauf und dran mit dem vermeintlichen Übeltäter  so vorzugehen, wie sie es an der Dorfjugend hinreichend geübt hatte. Lediglich das Einschreiten der rasch herbei geeilten Wirtin konnte den Knaben vor einer nachhaltig schmerzhaften Erfahrung bewahren.
Die Gesellschaft zog nach einem trefflichen Male zufrieden von dannen und sowohl der Ganter als auch die Köchin hatten ihren Gram schnell vergessen.

Umso größer war die Überraschung als Graf Hoyos nach einigen Tagen die Identität des erlauchten „Prügelknaben“ lüftete. Zehn Jahre nach diesem denkwürdigen Ereignis bestieg besagter Knabe den Kaiserthron. Die beherzte Wirtin erwirkte mit Vermittlung des Grafen Hoyos eine Audienz beim Kaiser und dieser hatte seinen frühen Feldzug offensichtlich noch in sehr positiver Erinnerung. So begab es sich, dass den Wirtsleuten gestattet wurde ihren Betrieb nach dem Monarchen zu nennen.

Hauschronik

1930 Kauf des Gasthauses „ZUM KAISER FRANZ JOSEF“; von Großeltern, Thalhammer Maria und Heinrich

1950 – 1955 Renovierung des Gasthofes zum Hotel

1955 / 1956 Silvester Brand durch Silvester Raketen – komplett abgebrannt

1957 – 1960 Neubau des Hotels

1968 – Übernahme der Tochter Anna Bauer mit Johann Bauer , in diesen Jahren typische Sommerfrische von Wiener Familien

1975 – 1985 Einbau der Ölheizung, Renovierung des gesamten Komplexes, neuer Saal, in die Zimmer werden Duschen und Toiletten eingebaut.

Alteingesessene "SOMMERFRISCHE"; 1960 – 1990

Sohn Andreas erblickt am 26.12.1986 das Licht der Erde

Sohn Stefan erblickt am 16.12.1987 das Licht der Erde

1991 Übernahme des Hotels durch Sohn Hans Bauer.

1993 Großvater Heinrich Thallhammer im 92.Lebensjahr verstorben.

1997 Großmutter Maria Thalhammer im 93. Lebensjahr verstorben.

2000 – Renovierung unseres Festsaales.

2000 - Vater Johann Bauer im 75. Lebensjahr verstorben.